miserable.outskirts
[ Frau Hellmann wohnt da. ]
[ Frau Hellmann wohnt da. ]
[ das leben ist zu kurz, um schlecht zu essen ]

Weder Soja noch Erbsenprotein, sondern Pilzprotein als Basis für eine Lachs-Alternative: Das schien mir einen Versuch wert. Ich esse gern Fisch, bzw ich äße ihn gern, aber aus Aquakultur aka Massentierhaltung kommt mir nichts ins Haus, und die Probleme mit Wildfang sind ja hinlänglich bekannt – es ist schwer, Fisch zu finden, der sich guten Gewissens verspeisen und trotzdem bezahlen lässt.
Das „Filet, inspiriert von Lachs“ des Herstellers Revo hat optisch etwas Ähnlichkeit mit dem tierischen Vorbild, duftet beim Öffnen der Packung leicht nach Fisch und schmeckt – nach ein paar Minuten im Airfryer, gewürzt mit Pfeffer und Zitronenschale – auch ein wenig danach. Die Konsistenz wirkt am Teller recht kompakt, beim Essen aber lockerer als erwartet.
Mit echtem Lachs lässt sich das Produkt nicht verwechseln, aber es schmeckt gar nicht schlecht, und eine leise Illusion von Fisch, die ein schnelles Pasta-Gericht (Linguine mit Avocado und Rucola) optisch ein bisschen aufpeppt, ist ja auch nicht nichts.

Je älter ich werde, umso schlechter vertrage ich Pilze. Aber manchmal kann ich nicht widerstehen, wenn sie mich im Gemüseladen so nett anlachen wie diese braunen Champignons – und bei kleinen Mengen murrt dann auch der Magen nur ein wenig.
Die Stiele kleingehackt mit dem Risotto gegart, die Käppchen in Scheiben geschnitten und mit üppig Knoblauch kräftig gebraten – simpel, aber wunderbar.